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26.04.2015                                     

Kurzbericht über die Exkursion „Frühlingserwachen“ mit Vera e.V. und AG für Botanik im Heimatverband für den Kreis Steinburg e.V.               Bericht auf der VERA-Webseite

Teilnehmer/-innen: ca. 25

Leitung: Cordelia Triebstein, Kristian Gehrken

Wetter: gut, am Ende Nieselregen

Fläche: Vera 2, Südteil, Sommerweide (Brache, seit 2012 extensive Mahd, seit 16.04.2015 extensive Beweidung durch die Vera-Galloways)

Rinder: durch uns ungestresst

 

Am oberen Niederungsrand fällt ein Bestand aus Großer Brennnessel mit Quecke auf. In der Niederung herrscht Rohr-Glanzgras vor. Stellenweise haben sich größere Bestände der Flatter-Binse entwickelt.

 

Etwa in der Mitte der Fläche befindet sich ein quelliger Bereich, der mit Rispen-Segge, Zweizeiliger Segge und Glieder-Binse bedeckt ist, dazwischen Mädesüß und Kriechender Baldrian. Hier kommt auch ein kleiner Bestand der Quell-Sternmiere vor.

Weiter Richtung Norden befindet sich eine nasse Senke mit Bachbungen-Ehrenpreis.

 

Wertgebende Arten des frischen bis nassen Grünlandes sind kaum vorhanden:

Wiesen-Schaumkraut (sehr vereinzelt)

Kohl-Distel (nur am Graben zur nördlichen Fläche)

Mädesüß (vereinzelt)

Seggen (ein Bestand aus drei Arten)

Glieder-Binse (ein Bestand)

Sumpf-Hornklee (vereinzelt)

Quell-Sternmiere (vereinzelt)

Bachbungen-Ehrenpreis (ein Bestand)

 

Insgesamt ist die Fläche relativ artenarm.

 

Am 26.04.2015 haben wir auf der südlichen Sommerweide folgende Arten gefunden:

Alopecurus pratensis

Cardamine pratensis

Anthriscus sylvestris

Cardamine amara

Carex acutiformis

Carex paniculata

Carex disticha

Cirsium arvense

Cirsium oleraceum

Cirsium palustre

Deschampsia cespitosa

Elymus repens

Epilobium hirsutum

Equisetum fluviatile

Filipendula ulmaria

Galium aparine

Galium album

Glechoma hederacea

Glyceria fluitans

Heracleum sphondylium ssp. sphondylium

Holcus lanatus

Juncus articulatus

Juncus effusus

Lotus pedunculatus

Lemna minor

Phalaris arundinacea

Poa pratensis

Ranunculus ficaria

Ranunculus repens

Rumex acetosa

Rumex crispus

Rumex obtusifolius

Scirpus sylvaticus

Stellaria alsine

Solanum dulcamara

Tanacetum vulgare

Taraxacum sect. Ruderalia

Urtica dioica ssp. dioica

Valeriana procurrens

Veronica beccabunga

 

Die Artenliste für diese Fläche wird im Laufe des Jahres 2015 vervollständigt. Listen weiterer Flächen folgen.

 

Zur Frage der Giftigkeit des Besen-Ginsters (Cytisus scoparius), von dem eine Gruppe auf der östlich angrenzenden Winterweide wächst: Er enthält ein Neurotoxin der Giftklasse II (giftig), es kann zu Viehvergiftungen kommen (Quelle: Wink, van Wyk, Wink 2008).

Unter www.botanikus.de wird zur Giftigkeit für Tiere folgendes geschrieben:

Der Besenginster ist giftig für Pferde, vor allem aber für Schafe, weiterhin für Hunde und Katzen, Hasen und Kaninchen sowie für Hamster und Meerschweinchen und für Vögel. Eine Vergiftung zeigt sich in Übelkeit, erhöhtem Speichelfluß, Erbrechen und Durchfall, Unruhe, Erregung, Lähmungen, Verstopfungen bis zum Darmverschluss  und Bewusstlosigkeit. Bei trächtigen Stuten können sich Wehen einstellen. Der Strauch soll nicht an Goldfischteichen gepflanzt werden, da Samen, die ins Wasser fallen, für die Fische tödlich sein können. Schafe allerdings, die vom Ginster gefressen haben, sollen gegen Schlangengift weniger empfindlich sein.

Zu Rindern wird nichts geschrieben. Wir behalten das Thema im Blick.

 

 

gez. Cordelia Triebstein