Pflanze des Monats 2013
 

Dezember
Einjähriges
Rispengras

 
November
Winterschachtelhalm

 
Oktober
Wild-Apfel

 
September
Zimbelkraut

 
August
Seide

 
Juli
Ehrenpreis

 
Juni
Kleiner Vogelfuß

 
Mai
Wildtulpe

 
April
Dänisches Löffelkraut

 
März
Hungerblümchen

 
Februar
Hasel

 
Januar
Flechten


 

Pflanze des Monats 2012
 

Dezember
Stechpalme

 

November
Efeu

 
Oktober
Greiskraut

 
September
Eberesche

 
August
Wasserschlauch

Juli
Saatmohn

 
Juni
Heidenelke

 
Mai
Wasserfeder

 
April - Lerchensporn
 
März-
Goldstern

 
Februar- Huflattich
 
Januar- Schneeglöckchen

 

 

Die AG für Botanik im Heimatverband für den Kreis Steinburg e.V. stellt vor:

Pflanze des Monats Januar - das Schneeglöckchen

 

 

Einer der ersten und bekanntesten Vorboten des nahenden Frühlings ist das zarte Schneeglöckchen. Je nach Frost, Schneemenge und Sonne zeigen sich bereits Ende Januar zuerst die parallelnervigen Laubblätter, danach der Blütenschaft mit jeweils einer Blüte. Anfangs umgibt ein Hochblatt die Blüte und schützt sie vor strenger Witterung. Die drei äußeren, länglich ovalen Blütenblätter strahlen reinweiß, die inneren sind nur halb so lang, verwachsen
und an den Spitzen grün gezeichnet.

Der botanische Name Galanthus nivalis entstammt zum Teil dem Griechischen: Gala bedeutet Milch, anthos Blüte; das lateinische nivalis (zum Schnee gehörend) weist auf den frühen Blühbeginn des Zwiebelgewächses hin. Unter Schnee ist das Schneeglöckchen in der Lage Wärme zu erzeugen und dadurch Schnee zu schmelzen.  

Bei uns im Norden kommt das Schneeglöckchen in Gärten und Parks als Kulturpflanze vor. In Schleswig-Holstein ist es seit dem 17. Jahrhundert bekannt. Das erste dokumentierte Vorkommen befand sich in einem Pastorengarten in Friedrichstadt. Scheinbar wilde Bestände in Wäldern sind aus illegalen Ablagerungen von Gartenabfällen hervorgegangen. 

Schneeglöckchen sind Zwiebelpflanzen und zählen wie der verwandte Märzenbecher zu den giftigen Amaryllisgewächsen. Weltweit gibt es 19 Schneeglöckchenarten. Ferner sind ca. 500 Kultursorten bekannt. Die Arten sind in Südeuropa und Westasien heimisch. Ob es in Deutschland urwüchsige Vorkommen gibt, ist umstritten. Allenfalls in Süddeutschland könnten wilde Schneeglöckchen vorkommen.
 

Manche Schneeglöckchenarten sind in ihrer Heimat durch das Sammeln der Zwiebeln für Handelszwecke gefährdet und unterliegen daher dem Artenschutz. Seriöse Raritätenhändler kennzeichnen daher die von ihnen angebotenen Zwiebeln als aus Kulturmaterial gezüchtet.

Schneeglöckchen sind recht anspruchslos und verwildern gerne. Die Fortpflanzung erfolgt durch die 18 bis 36 Samen, die sich in einer Kapselfrucht bilden und von Ameisen verschleppt werden, und über Brutzwiebeln. Hat man sie im Rasen, sollte man wie bei allen Zwiebelpflanzen mit dem Mähen warten, bis die Blätter verwelkt sind.

 

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Ergänzende Anmerkungen zu Galanthus

von Priv.-Doz. Dr. W. Schultze