Pflanze des Monats 2013
 

Dezember
Einjähriges
Rispengras

 
November
Winterschachtelhalm

 
Oktober
Wild-Apfel

 
September
Zimbelkraut

 
August
Seide

 
Juli
Ehrenpreis

 
Juni
Kleiner Vogelfuß

 
Mai
Wildtulpe

 
April
Dänisches Löffelkraut

 
März
Hungerblümchen

 
Februar
Hasel

 
Januar
Flechten


 

Pflanze des Monats 2012
 

Dezember
Stechpalme

 

November
Efeu

 
Oktober
Greiskraut

 
September
Eberesche

 
August
Wasserschlauch

Juli
Saatmohn

 
Juni
Heidenelke

 
Mai
Wasserfeder

 
April - Lerchensporn
 
März-
Goldstern

 
Februar- Huflattich
 
Januar- Schneeglöckchen

 

 

Die AG für Botanik im Heimatverband für den Kreis Steinburg e.V. stellt vor:

Pflanze des Monats Februar – der Huflattich

 

 

 

Foto: K. Gehrken

 

Der Huflattich (Tussilago farfara L.) aus der Familie der Korbblüter (Asteraceae) ist eine Wildpflanze, die schon in der Antike wegen ihrer Inhaltsstoffe geachtet war.  
Im zeitigen Frühjahr, etwa ab Februar, wächst aus einem kräftigen Wurzelstock ein großer goldgelber und endständiger Blütenkorb auf einem bis etwa 15 cm hohen, einköpfigen Stängel mit behaarten, braunen oder rötlichen Schuppenblättern. Der Blütenkopf bildet außen etwa 300 schmale weibliche Zungenblüten, im Inneren etwa 40 männliche Röhrenblüten. 

Ab Februar bis April bietet die gelbe Frühlingsblume Bienen und anderen Insekten erste Nahrung. Sie sorgen für eine notwendige Bestäubung. Am Ende der Blütezeit nicken die aufrecht stehenden Blütenstängel. An den Zungenblüten bilden sich kleine Schirmchen, die dann durch den Wind, wie beim Löwenzahn, für eine Samenverbreitung sorgen.

Erst nach der Blüte entwickeln sich die grundständigen, rundlich herzförmigen Blätter. Sie sind flach gebuchtet und weisen eine unregelmäßige Zähnung auf. Die Blätter sind oberseits grün, an der Unterseite bilden sie einen samtigen weißfilzigen Belag. 

Der Name der Gattung stammt aus dem Lateinischen: tussis = Husten und ago, von agere, etwa vertreiben; auch die Art-Bezeichnung farfara ist lateinischen Ursprungs, sie bezieht sich auf die weißfilzige (mehlige) Blattunterseite.  Der deutsche Name leitet sich von dem hufförmigen Umriss der Blätter ab; Huflattich gehört aber nicht zur Gattung der Lattiche (Lactuca).
Die Pflanze enthält verschiedene Inhaltsstoffe wie Polysaccharide, Schleimstoffe, Bitter- und Gerbstoffe. Sie gilt als bedeutsame Heilpflanze, z.B. bei Hustenreiz. Nach neueren Erkenntnissen können allerdings die im Blatt enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide krebserzeugend wirken.

Die ausdauernde Pflanze wächst fast in ganz Europa, besiedelt Rohböden, Brachland, Kiesgruben, Wegränder und Schuttplätze. Aber feucht sollte der Boden sein, lehmig und nicht gerade stickstoffarm. Das kräftige Wurzelwerk festigt den Boden. Im Kreis Steinburg finden wir einen Huflattich-Teppich unter anderem in der alten Kiesgrube an der Autobahn bei Eversdorf.

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